+++ Pressemitteilung+++ 

 

Bundeswehr bricht US-geführtes Großmanöver „Defender Europe 2020" ab

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird das Großmanöver „Defender Europe 2020“ stark eingeschränkt. Die Bundeswehr beendet es in Deutschland komplett mit der Begründung Soldatinnen und Soldaten sowie die Zivilbevölkerung vor der Ausbreitung des Virus zu schützen. Unterstützungsleistungen für die bereits in Deutschland befindlichen Truppen der Verbündeten würden aber sichergestellt, heißt es von Seiten der Bundeswehr.

Damit bremst das Virus die von den USA geführte Militärübung nun also aus. Mit der Übung sollte die schnelle Verlegbarkeit größerer US-Truppenteile über den Atlantik und durch Europa gen Osten geübt werden.

Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums sei die Entscheidung seitens der Amerikaner gefallen, die Übung jetzt geordnet zu beenden. Die Bundeswehr leistet nun Unterstützung dabei, die US-Streitkräfte zurückzuführen.

Nachrichtenquellen zufolge wurden ursprünglich 20.000 US-Soldaten allein auf deutschen Boden erwartet, hiervon seien maximal 5500 eingereist. Schiffe auf den Weg nach Deutschland seien umgelenkt worden. Auch zwei Truppenübungen wurden am Montag abgesagt, die in den kommenden Wochen auf den Truppenübungsplätzen Bergen (Niedersachsen) und Grafenwöhr (Bayern) hätten stattfinden sollen.

Doch wozu dient diese NATO-Übung überhaupt genau, fragen wir uns? Sicherlich nicht ausschließlich dazu, ein schnelle Verlegbarkeit von US-Truppen durch Europa gen Osten zu üben, damit sie im Ernstfall schnellstmöglich als Verbündete vor Ort sind. Die Übung mit dem gut klingenden Namen „Defender Europe 2020“ ist vor allem eine Provokation gegenüber Russland.

NATO-Übungen soll und muss es selbstverständlich geben, aber nicht mit dem versteckten Ziel, Truppen schnellstmöglich vor die Tore Russlands zu schaffen und zu provozieren. Wir wollen Russland nicht als Feind, sondern als Partner und lehnen deshalb die „Kriegstreiber-Politik“ der USA entschieden ab. Die NATO muss sich auf ihre Rolle als Verteidigungsbündnis konzentrieren.

 

Der Bremer Landesvorstand